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Ein Vorteil dieses Berufs ist ?brigens, dass einem eklige Sachen, wie Kotze, Kacke, Pisse, Eiter, Pilz und ?berhaupt schrumplige Haut, offene Wunden, Einschusswunden, H?morrhoiden, wuchernde Tumore, amputierte K?pferteile und schlecht verwachsene Br?che nix mehr ausmachen.
Man stumpft schon ein St?ckweit ab.

Und trotzdem:
Ich hab auf Arbeit noch nie einen toten Menschen gesehen. Die meisten sterben im Krankenhaus oder auf dem Weg dahin. Die einzigen beiden toten Menschen, die ich jemals gesehen hab, waren in der Stra?enlandschaft, aber das ist eine andere Geschichte.
23.2.06 23:44


Ich will nicht älter als 40 höchstens 50 Jahre werden.
Das ist die einzige Lehre, die ich aus diesem Beruf ziehe. Nicht der ganze Man-lernt-das-Alter-mehr-schätzen-Quatsch oder Im-Angesicht-des-Todes-wird-das-eigene-Leben-viel-wertvoller-Mist.
Nö.

Ich will nur den Punkt nur nicht verpassen, an dem ich die Kontrolle über meinen Körper und meinen Geist verliere. Mehr will ich garnicht. Ich will nicht so dahinwesen, wie der 36-jährige bei uns, der sich sein Gehirn weggetrunken hat und auch nicht dahinlallen, wie die 87-jährige, die geistig von Demenz gezeichnet ist.

Deshalb dieser Fixpunkt. Aber es ist ja einfach, sowas zu sagen, wenn die Zahl 40 noch soooo weit weg ist. Mal sehen, wie ich in 10 Jahren darüber denke. Ist ja noch ein bisschen Zeit...
25.2.06 17:44


Woran man merkt, dass ich im Altersheim arbeite?

1) Meine Augenringe nehmen zu.
Ich bin einfach nicht dafür geboren, früher als 9 Uhr aufzustehen. Das setzt mir doch, auch nach mehreren Jahren immer noch deutlich zu.

2) Ich setze Körperspeck an.
Wenn ich nichts vorgesetzt kriege, esse ich sehr spärlich und unregelmäßig. Auf Arbeit kriege ich aber zwei Mahlzeiten vorgesetzt, die reichlich und nahrhaft sind. Das zeichnet sich halt irgendwann ab.

3) Ich rede viel zu viel über Omas und Opas.
Das ist aber, glaube ich normal. SozPäds, Bauarbeiter, Mathematiker, Juristen reden ja auch größtenteils nur Müll, den nur Artgenossen verstehen...
27.2.06 14:27





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